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Sonntag, 15. Juni 2014

Black Diamond Distance Z-Pole


Nach nun 3 Monaten Testphase und genau richtig für die langen Sommerläufe in den Bergen will ich jetzt meine Eindrücke zu den Stöcken schildern.
Ich habe einen leichten Stock für Bergläufe gesucht, diese sollten nicht nur bergauf so steif wie möglich sein, sondern auch bergab nicht gleich beim ersten Sturz in die Einzelteile zerfällt. So große Auswahl an Stöcken, die diese Kriterien erfüllen, habe ich da gar nicht gefunden. Als erstes hatte ich die Ultra Distance Poles im Auge, Unterschied zu den Distance Poles ist das Fertigungsmaterial. Diese Stöcke sind echt extrem leicht (295 Gramm/ Paar), aber schon im Geschäft hatte ich Angst der Stock würde nur vom schief anschauen zerbrechen. Neben diesem Eindruck war ein weiterer Minuspunkt die Verarbeitung, ich hatte den Eindruck die Hülsen zum zusammenstrecken seien zu weit gefertigt worden. Deshalb gab es für meinen Geschmack sehr viel Spiel. Eine weitere Möglichkeit wären die Stöcke von Leki gewesen, nur sprach mich da schon das Gewicht nicht an. Selbst die Carbonvariante schlug schon mit über 400 Gramm/Paar zu Gewicht und fiel deshalb raus.

Blieb also nur noch der Distance Pole übrig. Der Stock ist auf Aluminium gefertigt und trotzdem mit 370 Gramm/Paar immer noch leichter als der Lekistock aus Carbon. Im Gegensatz zur Carbonvariante passen die Hülsen und es gibt keinerlei Spiel oder Wackeln während dem Laufen. Zusammengeklappt beträgt die Länge meiner Stöcke 43,5 cm und lassen sich deshalb bequem in jedem Rucksack verstauen bzw. in der Hand tragen. Das "Zusammenbauen" geht sehr schnell und auch ohne großes Studium der Bedienungsanleitung.;) Der Griff ist aus sehr angenehmen Schaumstoff und lässt sich auch bei Nässe noch sehr gut halten. Die Schlaufen sind super angehnem zu tragen, lassen sich in der Größe verstellen und verursachen keine Blasen an den Händen. Die Stöcke werden mit zwei verschiedenen Spitzen geliefert, ein Paar aus Plastik für die Straße und eins aus Karbid für Felsen. Ich habe bis jetzt nur die aus Karbid genutzt und hatte keine negativen Erlebnisse.
Bei der Steifigkeit muss man bei diesem Gewicht, vor allem bei faltbaren/ferstellbaren Stöcken, natürlich Kompromisse machen. Wenn man aber Gewicht und Steifigkeit vergleicht, bin ich mit den Stöcken mehr als zufrieden. Bergauf hatte ich bis jetzt noch nie Angst um die Stöcke, auch bei Vollbelastung mit meinen knapp 75 Kilo und auch bergab muss man keine Angst haben, dass die Stöcke auf einmal abbrechen. Ich bin bis jetzt noch nicht gestürzt mit den Stöcken, aber eigentlich sollte das für das Alu ja kein Problem sein.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den Stöcken und kann diese nur weiterempfehlen.
Wer leichte und steife Stöcke sucht und diese nicht zusammenklappen braucht, dem würde ich aber Langlaufstöcke empfehlen...;)

Was habt ihr denn für Stöcke und gibts vielleicht noch andere Marken außer Leki und BD, welche brauchbare, faltbare Stöcke herstellen?

Keep on Running,
Sebastian

Sonntag, 4. Mai 2014

Salomon Bonatti


Das gute Stück
 In diesem Artikel will ich euch über meine Erfahrung mit der Salomonjacke Namens Bonatti berichten. Ich nutze diese jetzt schon ein knappes Jahr und somit wird es schon fast ein Langzeittestbericht .
Ich war letztes Jahr schon längere Zeit auf der Suche nach DER perfekten Laufjacke für mich, diese sollte alles können und (möglichst) wenig kosten, da bekanntlicherweise Studenten nicht unbedingt mit Geld um sich werfen können.;)
Letztes Frühjahr machte mich dann ein Laufkollege auf die Salomonjacke aufmerksam, sie war schon auf den ersten Blick war es genau das was ich gesucht hatte.
Sie ist sehr leicht, wiegt um die 200 Gramm, ist Wasserdicht 10k, Atmungsaktiv 10k, hat eine Kapuze, das Packmaß ist sehr klein und sie ist meiner Meinung nach ziemlich billig (UVP liegt bei 160 € aber man bekommt sie im Netz auch billiger). Ich beschloss der Jacke eine Chance zu geben und bestellte sie in der Größe L (Größe 190 cm, Gewicht: ca 75 Kg).
Packmaß in Händen: 1 Hand
Die Passform im Allgemeinen finde ich sehr gelungen, die Ärmel sind ein wenig vorgeformt und passen mir auf den Zentimeter genau. Die Passform der Jacke wird mit "Active Fit" und Körpernahem Schnitt betitelt, dies kann ich nur bestätigen. Sehr gut finde ich auch die Kapuze der Jacke, da bei starkem Regen sonst das kühle Nass immer über den Nacken in de Rücken läuft und ich das doch als ziemlich unangenehm empfinde. Die Jacke hat eine (etwas kleinere) Tasche im Brustbereich für Schlüssel, Handy o.ä, aber keine Möglichkeiten die Passform durch Gummizüge zu verändern, da sonst das geringe Gewicht nicht mehr realisierbar gewesen wäre.
Nun zum Test, ich habe die Jacke jetzt knapp ein Jahr im Test gehabt und bin dabei bei allen nur denkbaren Wetterbedingungen unterwegs gewesen, von sommerlichen Berglauftagen, über strömendem Regen bzw starken Schneefall bis hin zu sehr windigen Herbsttagen. Bei langen Läufen gehört sie wegen des geringem Gewichts und dem kleinen Packmaß inzwischen zum Standartgepäck in meinem Rucksack. Sie hat in der ganzen Zeit ihre Arbeit hervorragend verrichtet, sie war selbst in stärkstem Regen (bis jetzt) immer Wasserdicht und hat den Wind zuverlässig abgehalten.
Der Riss
Einmal bin ich beim Laufen auf einer nassen Wiese ausgerutscht und habe mich mit der Jacke im Maschendrahtzaun verhängt und mir so einen Triangelriss im rechten Ärmel geholt, diesen habe ich dann mit Silikonkleber wieder abgedichtet und seit dem passt wieder alles. Ich glaube nicht, dass man hier dem Material einen Vorwurf machen kann. Man darf halt auch nie vergessen, dass es eine auf Gewicht getrimmte Jacke ist, da muss man halt einfach Abstriche bei der Robustheit hinnehmen.
Bis jetzt kann ich keinen Verschleiß bei Material und Funktionalität erkennen, selbst die durch den Rucksack belastete Schulterpartie ist noch regendicht.

Zusammenfassend ist die Jacke für Leute, die eine leichte, wasserdichte Laufjacke mit Kapuze suchen und nicht viel Geld ausgeben wollen. Nach einer anderen Jacke sollte sich Leute umschauen, die oft schwerere Rucksäcke tragen und ein mehr an Gewicht verkraften können. Das Anprobieren der Jacke wenn möglich empfiehlt sich vor allem für Leute, welche nicht den klassischen Läuferkörperbau haben, da die Jacke relativ eng geschnitten ist.

Happy Trails

Dienstag, 29. April 2014

Outdooractive

Heute will ich etwas über eines meiner Lieblingstools um Laufrunden zu planen schreiben, wie so ziemlich alles in unseren heutigen Zeit ist dieses Tool online zu finden.
Der Startbildschirm
Die Vielzahl der Aktivitäten beeindruckt
Die Seite heißt Outdooractive und wendet sich nicht nur an Läufer, sondern an so ziemlich jede Person, welche Bergsport-/Outdoormäßig unterwegs ist. Es gibt einen sehr große Sammlung von Rennrad-, Mountainbike-, Wander-, Berg-, Klettertouren und natürlich auch viele Laufrunden (bzw Bergtouren, welche man zu Laufrunden umfunktioniert;)). Diese Touren sind meisten sehr gut beschrieben, mit Höhenmeter- und Kilometerangaben ausgestattet, desweiteren  ist auch die Wegbeschaffenheit angegeben. Wem das nicht reicht, der kann die GPS-Tracks der Touren downloaden oder wer kein GPS-Gerät hat, der kann sich die Touren auf einer Karte ausdrucken und somit navigieren.

Click and go- Pläne für den Sommer
Die wichtigste Funktion der Seite, zumindest für mich, ist der Tourenplaner. Dort kann man sich völlig, ohne den Zwang sich registrieren zu müssen, eigene Touren und Laufrunden zusammenstellen. Die Karte arbeitet auf Grundlage der OpenStreetMap. Man gibt einfach den Startpunkt ein und danach hat man verschiedene Möglichkeiten, zum einen kann man einfach den Zielpunkt oder einen Wendepunkt eingeben und das Programm sucht sich selbstständig den besten Weg oder man gibt grob Richtpunkte vor und das Programm sucht automatisch die Wege zusammen. Unter der Karte wird dann sogleich ein Höhenprofil generiert und die Wegarten auf der Runde angezeigt, so dass der Nutzer weiß ob man sich auf Straße, Schotterweg oder Pfad fortbewegt (macht die Schuhwahl einfacher;)). Ist die Runde fertig, kann man sie speichern und downloaden.

Meiner Meinung nach ist der große Vorteil, der groben Überblick über die Länge und vor allem die Höhenmeter, welche man zurücklegen will. Ich habe noch kein Tool entdeckt, welches die verschiedenen Wege automatisch verbindet und so die tatsächliche Weglänge/Höhenmeteranzahl ermittelt. Läuft man einfach so los oder schaut sich davor die Runde auf einer Karte an, unterschätzt man oft vor allem die Höhenmeter,das kann in den Bergen auch einmal blöd ausgehen. Auch Vorteilhaft ist, dass man sich Wege auf der ganzen Welt zusammenstellen kann (wie genau diese Karte in entlegeneren Gebieten ist, kann ich leider nicht sagen) und somit keine riesige Kartensammlung daheim haben muss.
Als Fazit kann ich diese Seite nur empfehlen, sei es für genaue GPS-Tracks, um sich einen groben Überblick zu verschaffen oder Touren zu planen.

Happy Trails,
Sebastian

Dienstag, 15. April 2014

Saucony Peregrine 3



Saucony Peregrine 3

Anfang des Jahres bekam ich die Möglichkeit den Saucony Peregrine 3 günstig zu erwerben. Läufer haben sowieso einen Schuhtick und deshalb nutzte ich diese Gelegenheit natürlich. Der Schuh wird ja als der dynamische Schuh von Saucony beworben, deshalb war der Schuh als Ersatz für meinen inzwischen doch schon recht lang gelaufenen Adidas Adizero XT 3 gedacht, als schneller Schuh mit viel Grip.
Er lag jetzt längere Zeit daheim, da ich ihn nicht im größten Winterschlamm benutze wollte und so sollte der Test erst in den letzten Wochen erfolgen. Bei den Daten passte das hohe Gewicht von ca.320 Gramm/Schuh in der Größe 46, nicht so wirklich mit der Sprengung von 4 Millimetern (17mm-21mm) und das sehr griffig wirkende Profil zusammen. Das Testgelände für den ersten Test war sehr unterschiedlich von Straße, über Wiesenwege, Wurzelpassagen und ein paar felsige Passagen.
Der erste Eindruck war, man steht für meinen Eindruck sehr hoch im Schuh. Gepaart mit der geringen Sprengung ist erst einmal ein seltsames Gefühl, da meine anderen Schuhe mit vergleichbarer Sprengung sehr viel weniger gedämpft sind. Der Schuh macht auf der Straße einen soliden Eindruck, da er doch recht gut gedämpft ist, aber das ist ja nicht sein Einsatzgebiet. Auf normalen Wald- und Wiesenwegen läuft er sich bei mäßigem Tempo sehr angenehm, sobald es in technischere Passagen geht muss man sich erst einmal an den Schuh gewöhnen. Die Sohlenkonstruktion und der Gummi der Sohle sind sehr hart, was der Haltbarkeit förderlich ist. Bei abschüssigem Gelände, nervt die steife Sohlenkonstruktion ein wenig, da überhaupt keine Flexibilität vorhanden ist und das Sprunggelenk so immer viel ausgleichen muss. Der harte Gummi hat zur Folge, dass man bei Wurzeln, Felsen und vor allem Nässe sehr aufpassen muss, um nicht wegzurutschen. Hängen geblieben ist auch, dass man diesen Schuh mit sehr eng anliegenden Socken laufen muss, da das Innenfutter (leider) sehr glatt und reibungsfreudig ist und ich mir deshalb erst einmal Blasen an den Fersen lief (kommt eigentlich sonst nie vor).
Dieses Wochenende stand dann der erste Härtetest auf dem Programm, beim Keep on Running trug ich den Schuh die zwei langen (28+25 Kilometer) Etappen. Die Strecken waren größtenteils Waldwege und technisch nicht sehr anspruchsvolle Singletrails und es war staubtrocken. Die Schuhe liefen sich, dieses Mal mit CEP-Kompressionsstrümpfen, angenehm, ich hatte keine Probleme mit Blasen. Sie hatten auf dem trockenen Waldboden immer genug Grip, auch hatte ich, dank der robusten Sohlenkonstruktion keinerlei Probleme mit Durchstichen von spitzen Steinen, wie einige Salomon-Sense-Läufer (diese musste dafür auch nicht so viel Gewicht rumtragen;)). Durch die gute Dämpfung bekam ich, obwohl die ersten schnellen, langen Läufe des Jahres waren, keine muskulären Probleme.
Der Peregrine progrid 3 wird wohl, ähnlich wie mein Brooks Cascadia, ein Schuh für lange ruhige Trailläufe und lange Wettkämpfe auf technisch nicht anspruchsvollen Wegen werden.
Für schnelle Sachen und im Gebirge habe ich bessere Schuhe, zum Beispiel liegt der neue Adidas XT 4 schon zum testen bereit…;)
Keep on Running!