Dienstag, 11. November 2014
24-Stunden-Schwimmen
Am Wochenende war es soweit. Nachdem ich mir schon seit August in den Kopf gesetzt hatte bei einem 24 Stunden-Schwimmen mitzumachen konnte mich auch der einsetzende Schulterschmerz, wohl wegen zu viel Training nicht davon abhalten. Ich war ziemlich gespannt, wie das wohl werden würde, auch weil meine längste Schwimmstrecke bis dahin nur 6 Kilometer gewesen waren.
Freitag in der Früh ging die große Reise nach Würzburg los der Bus nach München war noch pünktlich, aber der Anschluss nach Würzburg verzögerte sich wegen Stau dann schlußendlich um 1,5 Stunden. Dort holte mich der Christoph vom Bahnhof ab und ab ging es in seine Wohnung. Dort die Speicher mit Weizen und Nudeln aufgefüllt und nach einem Film ins Bett gegangen.
Samstag früh fuhren wir dann einmal durch die Stadt Richtung Gerbrunn und kamen dort um 11.30, eine halbe Stunde vor Start an.
Die Schwimmhalle machte einen super Eindruck, schön gemütlich mit 5x25 Bahnen und sehr netten Leuten. Die Atmosphäre war im Allgemeinen richtig toll, schön familiär und super entspannt.
Um Punkt 12 war dann der Start, es gab eine "Treibholzbahn" für die ganz langsamen, 3 normale Bahnen und eine "Speedbahn". Ich stürzte mich natürlich gleich auf die schnellste Bahn und die erste Stunde war ziemlich hektisch, wir waren so 7 Leute und leider hatten wir auch 2 sehr langsame Schwimmer, welche man immer überholen musste. Zum Glück sahen die 2 langsamen Schwimmer das nach einiger Zeit ein und verließen unsere Bahn.
Der erste Block mit 2 Stunden verging wie im Flug und ich war wirklich überrascht schon 7 Kilometer geschwommen zu sein. Nach einer Pause von etwas mehr als 30 Minuten stand der nächste Block von 5,2 Kilometern und 1,5 Stunden auf dem Plan. Danach ging es zum Essen kaufen, langsam merkte ich meine Schultern ein wenig und nach dem dritten Block am Samstag (noch mal 5 Kilometer) stellte ich mir die ersten Fragen wieso ich denn so einen Schwachsinn überhaupt wieder mache. Hilft ja eh nix und als ich erfuhr, dass ich immer noch der Erste in der Wertung war gab mir das noch einmal Auftrieb für den letzten Block. Die finalen 500 Meter zogen sich in die Länge wie Kaugummi und ich war echt richtig froh als ich endlich aus dem Wasser steigen konnte.
Danach stand erst einmal die Erholung in Form von Weizen auf dem Plan und danach ab zum schlafen. Am Sonntag ging der Wecker um 6 Uhr und um 10 nach 7 war ich wieder im Schwimmbad. Der Wecker wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da ich gar nicht geschlafen hatte. Sobald ich mich nämlich auf die Seite drehen wollte schmerzte die Schulter unglaublich. Im Schwimmbad angekommen wurden erst mal die Zwischenstände gecheckt, 43 Kilometer hatte der Erste schon. Dieser war die ganze Nacht durchgeschwommen und zog immer noch, wenn auch sehr langsam, seine Bahnen.
Ich hatte 20 Kilometer schon stehen und wollte unbedingt die 30 voll machen, auch wenn mir schleierhaft war wie das möglich sein sollte, da ich meine Arme nicht hochheben konnte.
Irgendwie zwang ich mich dann doch ins Wasser und es lief nach anfänglichen Schmerzen ziemlich gut. Im ersten Block schwamm ich gut 5 Kilometer und dann gab es eine kleine Pause. Für die restlichen 5 Kilometer hatte ich dann noch 2,5 Stunden Zeit. Die Schultern brannten wie Feuer bei jedem Armzug, aber den anderen um mich herum ging es auch nicht besser.
Schlußendlich habe ich dann nach 31 Kilometern 15 Minuten vor Schluß das Rennen beendet, da ich doch recht fertig war.
Nach Zielschluss gab es erst einmal das Finisher-Bier und bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass ich 6. Platz war 150 Meter hinter dem 5. Platz. Der erste schwamm ziemlich heftige 50,05 Kilometer und die erste Frau 36,5 Kilometer.
Ich bin ziemlich zufrieden, das nächste Schwimmen kann kommen dann wird auch ernsthaft geschwommen, ohne Schlafpausen und so viel Weizen und jemand hat mir auch schon das Versprechen abgerungen nächstes Jahr bei den deutschen Freischwimmermeisterschaften zu starten...;)
Am Nachmittag bekam ich dann noch eine Stadtführung durch Würzburg, eine sehr schöne Stadt und sicher auch zum Laufen oder Rennrad fahren richtig toll, aber das wird das nächste Mal ausgetestet.
Jetzt wird sich erst mal wieder auf das Laufen und Skitouren gehen konzentriert.
Keep on fighting,
Sebastian
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